Mai 2015
Wetterrückblick für Mai 2015 Mai 2015: einer der trübsten der letzten 25 Jahre
Österreichweit gesehen 20 Prozent weniger Sonnenschein als im Mittel und 40 Prozent mehr Niederschlag. Temperatur im Bereich des vieljährigen Durchschnitts.
Wenig Sonne und viel Regen brachte der Mai 2015. Es war einer der trübsten Mai-Monate der letzten 25 Jahre, mit österreichweit gesehen 20 Prozent weniger Sonnenschein als im Mittel. Vom Flachgau bis in die Wachau lag das Minus sogar zwischen 30 und 40 Prozent.
Dauerregen und Unwetter
Markant waren in diesem Mai auch starker Dauerregen durch Tiefdruckgebiete über der Adria und Unwetter in Verbindung mit heftigen Gewitterzellen. Damit fiel der Mai nach den Jahren 2013 und 2014 auch 2015 extrem nass aus. Bundesweit gesehen gab es heuer 40 Prozent mehr Niederschlag als im Mittel. Die nassesten Regionen lagen im Westen Österreichs mit 75 bis 150 Prozent mehr Niederschlag als in einem durchschnittlichen Mai. In Vorarlberg und Tirol war der Mai 2015 der zweitniederschlagsreichte Mai seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1858. Um 25 bis 44 Prozent trockener als im Mittel war es im Norden des Waldviertels und Weinviertels. Mehrfach kam es auch zu großen Regenmengen in kurzer Zeit. Am 26. Mai regnet es zum Beispiel in Dornbirn in sechs Stunden 64 Millimeter. Das kommt hier statistisch gesehen nur etwa alle 25 Jahre vor.
Schnee und Hitze
Der Mai 2015 brachte die für einen Frühlings-Monat typischen großen Temperatur-Schwankungen. Einerseits schneite es zeitweise bis in viele Täler, andererseits wurde bereits in der ersten Maihälfte ungewöhnlich früh an 18 Wetterstationen die 30 °C-Marke erreicht. Der höchste Wert wurde mit 31,8 °C am 5. Mai in Weyer (O) gemessen. Unterm Strich ergibt das über den gesamten Monat gesehen eine Temperatur ziemlich genau im Bereich des vieljährigen Mittels, mit einer Abweichung von plus 0,3 °C. Die relativ wärmsten Regionen waren Osttirol, Kärnten sowie die Gebiete im Murtal und südlich davon. Hier lag die Temperatur um 0,6 bis 1,4 °C über dem vieljährigen Mittel.
Der Mai 2015 im Detail
Temperatur
Zusammengefasst war der Mai 2015 bei der Lufttemperatur ein ausgeglichener Monat. Im Mittel war es im Bundesgebiet um 0,3 °C wärmer als der klimatologische Temperaturwert. Von Vorarlberg bis ins Burgenland lagen die Abweichungen zum vieljährigen Mittel zwischen -0,6 °C und +0,5 °C. In Osttirol, Kärnten sowie entlang des Murtales und südlich davon war es um 0,6 bis 1,4 °C wärmer als im Mittel. Die absolut höchsten Temperaturen wurden am 5., am 12. und am 13. Mai gemessen. An diesen Tagen stiegen die Tagesmaxima österreichweit auf etwa 25 °C und mehr. Die 30 °C-Marke wurde insgesamt an 18 Wetterstationen erreicht. Auch die Anzahl der Sommertage (Tage mit Tmax >=25 °C) lag in diesem Mai an den meisten Wetterstationen im Bereich der klimatologischen Mittelwerte.
Extremwerte der Lufttemperatur (Mai 2015)
-höchste Lufttemperatur: Weyer (O, 426 m) 31,8 °C am 5. Mai
-tiefste Lufttemperatur: Brunnenkogel (T, 3437 m) -11,1 °C am 21. Mai
-tiefste Lufttemperatur, bewohnter Ort: Galtür (T, 1587 m) -3,0 °C am 28. Mai
-tiefste Lufttemperatur, unter 1000 m: Ehrwald (T, 982 m) -1,5 °C am 28. Mai
Minima und Maxima der mittleren Lufttemperatur (Mai 2015)
-relativ kältester Ort: Bad Aussee (St, 743 m) 12,2 °C (Abw. -0,6 °C)
-relativ wärmster Ort:Obervellach (K, 688 m) 13,9 °C (Abw. +1,4 °C)
-absolut kältester Ort: Brunnenkogel (T, 3437 m) -3,1 °C (Abw. k.A.)
-absolut kältester bewohnter Ort: Obertauern (S, 1772 m) 6,2 °C (Abw. +0,3 °C)
-absolut kältester Ort unter 1000 m: Bärnkopf (N, 969 m) 10,3 °C Abw. k.A.)
-absolut wärmste Orte: 1. Wien-Innere Stadt (W, 177 m) 16,4 °C (Abw. -0,5 °C) 2. Andau (B, 118 m) 15,9 °C (Abw. -0,2 °C)
Niederschlag
Wie schon die Maimonate der vergangenen zwei Jahre war auch der Mai 2015 außergewöhnlich niederschlagsreich. Bundesweit fiel im Schnitt um 40 Prozent mehr Niederschlag als im Mittel. In Vorarlberg und Nordtirol summierte sich sogar um 75 bis 150 Prozent mehr Niederschlag als in einem durchschnittlichen Mai. In Salzburg, Kärnten, Teilen der Steiermark, in Oberösterreich und im Burgenland fiel immerhin noch um 25 bis 75 Prozent mehr Niederschlag. Ausgeglichene Mainiederschläge gab es in weiten Teilen Niederösterreichs, in Wien, in großen Teilen der Steiermark und in Osttirol. Niederschlagsdefizite von 25 bis 44 Prozent wurden in den nördlichsten Gebieten des Wald- und Weinviertels registriert. Besonders starke Regenfälle traten am 26. Mai im Rheintal auf. In Dornbirn summierten sich binnen sechs Stunden 64 mm Regen. Solche Regenmengen treten hier in diesem Zeitraum statistisch gesehen nur etwa alle 25 Jahre auf.
Minima und Maxima des Niederschlags (Mai 2015)
-relativ nassester Ort: Landeck (T, 796 m) 163 mm (Abw. +150 %)
-relativ trockenster Ort: Poysdorf (N, 198 m) 36 mm (Abw. -44 %)
-absolut nassester Ort: Laterns-Gapfohlalpe (V, 1559 m) 304 mm (Abw. k.A.)
-absolut trockenster Ort: Hohenau/March (N, 154 m) 31 mm (Abw. -41 %)
Sonne
Passend zu den hohen Niederschlagsmengen im letzten Frühlingsmonat war es österreichweit überdurchschnittlich trüb. Verglichen mit einem durchschnittlichen Mai schien die Sonne um 20 Prozent kürzer. Somit war der Mai 2015 ähnlich trüb wie schon im Jahr 2013 und einer der sonnenärmsten der letzten 25 Jahre. Vom Flachgau bis zur Wachau lag das Sonnenscheindefizit zwischen 30 und 40 Prozent. Durchschnittliche Verhältnisse gab es nur in Osttirol, Kärnten und im Oberen Murtal.
Minima und Maxima der Sonnenscheindauer (Mai 2015)
-relativ sonnenreichster Ort: Kanzelhöhe (K, 1520 m) 211 h (Abw. +15 %)
-relativ sonnenärmster Ort: Patscherkofel (T, 2251 m) 116 h (Abw. -40 %)
-absolut sonnenreichster Ort: Ferlach (K, 459 m) 220 h (Abw. k.A.)
