2008
Wetterrückblick für 2008
Das Jahr 2008 war bei unterschiedlichen Niederschlagsmengen allgemein übernormal warm.
Die Jahresmittel der Lufttemperatur zeigten durchwegs im Osten Österreichs größere positive Abweichungen vom Normalwert als im Westen. Vom Bodensee bis in den Norden Salzburgs lagen diese Abweichungen verbreitet unter 1,0 °C. Weiter östlich und strichweise auch im Süden wurden häufig Abweichungen von 1,4 bis 1,8 °C vom langjährigen Durchschnitt erreicht.
In vielen Teilen Österreichs reiht sich 2008 unter die wärmsten fünf Jahre seit Messbeginn ein. Wien – Hohe Warte verzeichnet das drittwärmste Jahr nach 2000 und 2007.
Einziger Monat mit nahezu überall unternormalen Monatsmitteln war der September 2008. Österreichweit am meisten übernormal waren die Temperaturen im Jänner und Februar.
Von besonders hoch gelegenen Messorten abgesehen fiel das absolute Jahresminimum auf den 6. März mit -20,6 °C in Seefeld. Am 28. Mai wurde in Graz-Thalerhof und in Weyer (OÖ) das absolute Jahresmaximum von 34,9 °C erreicht.
In großen Teilen Österreichs von Vorarlberg bis zum Marchfeld und bis in das Südburgenland wurden etwa normale Niederschlagsmengen gemessen.
Von Tirol bis in das westliche Kärnten sowie strichweise im Osten Österreichs fielen mehr als 110 % des Erwartungswertes. Mehr als 130 % wurden in Teilen Osttirols und Oberkärntens sowie im Raum Eisenstadt registriert. Im Norden Salzburgs, im Salzkammergut sowie lokal in Oberösterreich und in der Steiermark blieben die Jahres¬niederschlagssummen unter 90 % des Normalwertes. Wie so oft war von den bisher abgerechneten Messorten auch 2008 Retz mit 457 mm (97 % der Normalmenge) der trockenste.
Die Anzahl der Sonnenstunden lag teils um den Normalwert, teils übertraf sie diesen um bis zu 15 %. Sonnigste Landeshauptstadt war mit 2134 Stunden Eisenstadt; die wenigsten Sonnenstunden mit nur 1799 wurden in Salzburg gezählt. Mit 114 % des Normalwertes (2093 Sonnenstunden) war Graz im Vergleich zu diesen besonders sonnig. 2072 Stunden in Innsbruck, 1941 in St. Pölten und 2029 in Klagenfurt brachten diese drei Städte mit jeweils 105 % des Normalwertes an das Ende der Rangliste.
Mit 2038 Sonnenstunden, entsprechend 109 % des langjährigen Durchschnitts, lag Wien im Mittelfeld
